Im Wollpulli auf Börsenparkett? Die Geschichte der Umweltmacher Green City

Termin: 23.04.2014, 19:30 – 21:00 Uhr im Hauptgebäude der TU München, Raum 2750

Titel: Im Wollpulli auf Börsenparkett? Die Geschichte der Umweltmacher Green City

Referenten:
Martin Glöckner, Geschäftsführer Green City e.V.
Martin Betzold, Unternehmenssprecher Green City Energy AG

Thema:
Was 1990 in einem Münchner Wohnzimmer als Spinnerei unter dem Namen „Autofrei 2000“ begann, hat sich heute zu einer schlagkräftigen Organisation für Umwelt- und Klimaschutz entwickelt.
Die Rede ist von Green City, einem gemeinnützigen Verein mit rund 600 Mitgliedern. Die Umweltmacher haben stadtbekannte Projekte wie die Blade Night und das Streetlife Festival entwickelt. Ökoaktivismus kann die Massen bewegen. Doch damit nicht genug. Um die Energiewende möglich zu machen, wurde 2005 als Tochter Green City Energy gegründet. Heute ist das Energieunternehmen eine Aktiengesellschaft mit rund 90 Mitarbeitern und realisiert regenerative Energieprojekte in Europa. Bürgerbeteiligung steht dabei immer noch im Vordergrund. Über 3.700 Anlegerinnen und Anleger haben so eine viertel Milliarde Euro Investitionen in Erneuerbare Energien ausgelöst.

Die Welt zu Zeugen machen – Methoden der Umweltarbeit von Greenpeace

Termin: 09.04.2014, 19:30 – 21:00 Uhr im Hauptgebäude der TU München, Raum 2750

Titel: Die Welt zu Zeugen machen – Methoden der Umweltarbeit von Greenpeace

Referent: Markus Guddat, Mitarbeiter des Arbeitskreises Klima/Atom/Energie der Regionalgruppe München

Thema:Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass zumindest ein Teil der globalen Herausforderungen verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung gerückt sind. Atomkraftwerke werden abgeschaltet.
Solaranlagen boomen und die Energiewende wurde eingeleitet.
Greenpeace als Nichtregierungsorganisation (NGO) macht seit mehr als 40 Jahren auf Umweltzerstörungen durch den Menschen aufmerksam und setzt sich für den Schutz unserer Lebensgrundlagen ein.
Von der Fahrt in den Atompilz bis zur Recherche von gentechnisch veränderten Futtermitteln war es ein weiter Weg.
Nicht nur die Umweltthemen haben sich verändert, auch die Methoden von Greenpeace entwickeln sich stetig weiter und passen sich einer globalisierten Welt an.
Auf welche Geschichte vermag Greenpeace zurückzublicken, wie ist Greenpeace heute strukturiert und wie kann man selber aktiv werden. Diese und weitere Fragen werden im Vortrag behandelt.

Stuttgart 21 und kein Ende – Deutschland und seine Großprojekte

Termin: 05.02.14, 19:30-21:00 Uhr im Hauptgebäude der TU München, Raum 1100

Titel: Stuttgart 21 und kein Ende – Deutschland und seine Großprojekte

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Hesse

Thema: Von Politikern einst zu einem Leuchtturm deutscher Technologie- und Innovationspolitik hoch­stilisiert, hat sich das Projekt eines neuen Tiefbahnhofs für Stuttgart zu einem einzig­artigen politischen und technischen Debakel entwickelt. Vielfältige technische Probleme, Sicher­heitsmängel, ständig steigende Kosten und last not least deutliche Kapazitäts­einbußen gegenüber dem bestehenden Bahnhof – das sind einige der Dauerprobleme, die jahrelange Proteste, Schlichtung, Stresstest und Volksabstimmung ausgelöst haben und die 2013 durch die skandalöse Entscheidung zum Weiterbau fortge­schrieben wurden.

Dieses Vorhaben ist nicht nur eines der teuersten und widersinnigsten Infrastruktur-Rückbau­projekte der deutschen Nachkriegs­geschichte sondern symbolisiert gleichzeitig eine jahrzehn­telang fehlgeleitete Verkehrspolitik. Dazu werden im Vortrag Beispiele weiterer Großprojekte wie der Berliner Großflughafen und der geplante Mün­chner zweite S-Bahn­tunnel heran­gezo­gen. Anhand dieser Beispiele soll diskutiert werden, wie sich in Zukunft der­artige Fehlent­wick­­lungen vermeiden lassen – bis hin zu Perspektiven für grundsätzliche Veränderungen, d.h. für eine (schon lange überfällige) Verkehrswende.

Spurenelementnachweis von Lithium in organischem Gewebe mit Neutronen

Informationen zum nächsten Vortrag

Termin: 29.01.14, 19:30-21:00 Uhr im Hauptgebäude der TU München, Raum 1100

Titel: Spurenelementnachweis von Lithium in organischem Gewebe mit Neutronen

Referent: Josef Lichtinger vom Physik-Department der TU München

Thema: Die Anzahl der an affektiven Störungen erkrankten Menschen stieg in den letzten Jahren immer mehr an. Diese Erkrankung ist auch die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Die biologische Ursache der affektiven Störungen ist jedoch nur teilweise bekannt. Lithium wird bei der Behandlung von affektiven Störungen als Antidepressiva-unterstützendes Medikament eingesetzt. Außerdem findet es bei der Prophylaxe von neurodegenerativen Erkrankungen Anwendung. Die genaue Wirkungsweise des Lithiums, kritische Konzentrationen und lokale Anreicherungen im Gehirn sind jedoch bisher noch ungeklärt. Aus diesem Grund wurde eine Messmethode entwickelt, um kleinste Lithiumspuren post mortem im menschlichen Gehirn ortsaufgelöst, mit der Hilfe von Neutronen aus der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), nachzuweisen. Für diesen Messaufbau konnte eine Nachweisgrenze für Lithium von 450fg/cm^2 bestimmt werden. In diesem Vortrag wird das grundsätzliche Konzept der Messmethode und die Targetpräparation vorgestellt. Außerdem werden erste Messergebnisse mit diesem Detektorsystem gezeigt.

Rio + 20 = 0 ? – Zur Entwicklungsdynamik der Nachhaltigkeitsidee

Informationen zum nächsten Vortrag:

Referent: Prof. Dr. Anton Lerf, Walther-Meißner-Institut (WMI) und TUM

Datum: 22.01.2014,
Uhrzeit: 19:30 – 21:00 Uhr
Hörsaal: Hauptgebäude der TU München, Raum 1100

Titel: Rio + 20 = 0 ? – Zur Entwicklungsdynamik der Nachhaltigkeitsidee

Thema: Rio steht für die United Nations Conference on Environment and Development, die 1992 in Rio de Janeiro abgehalten wurde. Rio + 20 steht für die Nachfolgekonferenz 2012. 1992 wurden die Empfehlungen der Brundlandt-Kommission von 1987 auf die politische Agenda gesetzt, um die offenkundig werdende Übernutzung der natürlichen Ressourcen zu vermindern und gleichzeitig den Entwicklungsländern die Möglichkeit zu geben, an den Lebensstandard der industrialisierten Länder aufzuschließen. Die hehren Ziele sind bislang nicht ansatzweise umgesetzt und die optimistische Aufbruchstimmung ist weitgehend verflogen. Der Verlauf der Konferenz 2012 war letzten Endes ein Ausdruck dieser Katerstimmung und brachte außer einem vagen Aufruf zu einer Implementierung einer „green economy“ kaum nennenswerte Ergebnisse. Der Vortrag zeichnet die Wege auf, wie es weitergehen kann.

Spurenelementnachweis von Lithium in organischem Gewebe mit Neutronen – ENTFÄLLT!!!

DER VORTRAG VOM 18.12.13 ENTFÄLLT LEIDER!!!

Der nächste Vortrag im Wintersemester 2013:

Termin: 18.12.13, 19:30-21:00 Uhr im Hauptgebäude der TU München, Raum 1100

Titel: Spurenelementnachweis von Lithium in organischem Gewebe mit Neutronen

Referent: Josef Lichtinger vom Physik-Department der TU München

Thema: Die Anzahl der an affektiven Störungen erkrankten Menschen stieg in den letzten Jahren immer mehr an. Diese Erkrankung ist auch die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Die biologische Ursache der affektiven Störungen ist jedoch nur teilweise bekannt. Lithium wird bei der Behandlung von affektiven Störungen als Antidepressiva-unterstützendes Medikament eingesetzt. Außerdem findet es bei der Prophylaxe von neurodegenerativen Erkrankungen Anwendung. Die genaue Wirkungsweise des Lithiums, kritische Konzentrationen und lokale Anreicherungen im Gehirn sind jedoch bisher noch ungeklärt. Aus diesem Grund wurde eine Messmethode entwickelt, um kleinste Lithiumspuren post mortem im menschlichen Gehirn ortsaufgelöst, mit der Hilfe von Neutronen aus der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), nachzuweisen. Für diesen Messaufbau konnte eine Nachweisgrenze für Lithium von 450fg/cm^2 bestimmt werden. In diesem Vortrag wird das grundsätzliche Konzept der Messmethode und die Targetpräparation vorgestellt. Außerdem werden erste Messergebnisse mit diesem Detektorsystem gezeigt.

Wasser – Gold der Gegenwart und Zukunft

Der nächste Vortrag im Wintersemester 2013:
Referent: Christian Hierneis, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe München und Mitglied des Landesvorstandes des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Titel: Wasser – Gold der Gegenwart und Zukunft
Datum: 04.12.2013
Uhrzeit: 19:30 – 21:00 Uhr
Hörsaal: 1100
Thema: Wie sieht es weltweit mit der Wasserversorgung aus? Wird das Wasser tatsächlich knapp und wo gibt es bereits Wasserkrisen und -konflikte? Und was hat es mit der Liberalisierung und Privatisierung der Wasserversorgung auf sich?

In inhaltlicher Ergänzung zu diesem Vortrag möchten wir Sie herzlich zur kostenlosen Filmvorführung “Bottled life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäft mit dem Wasser” einladen, die im Rahmen der 4. Münchner Hochschultage und in Kooperation mit dem TU Film am Donnerstag, den 05.12.2013 um 20:00 Uhr stattfindet.

Termin: 05.12.2013, Beginn: 20:00 Uhr - Eintritt frei!
Ort: Carl von Linde-Hörsaal (Raum 1.200), TUM Stammgelände, Arcisstr. 21
Film: ”Bottled life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäft mit dem Wasser”

Inhalt: Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt. (www.bottledlifefilm.com)

Willkommen auf unserer neuen Internetpräsenz!

Unser nächster Vortrag, der letzte im SoSe 2013:

Gas-Speicherung aus Wind und Sonne

Referent: Stephan Rieke
SolarFuel GmbH

  • Datum: Mittwoch, 17. Juli 2013
  • Uhrzeit: 19:30 – 21:00 Uhr
  • Ort: Hörsaal 1.100, Arcisstr. 21, 80333 München

Wie kann die Energiewende mit einem hohen Anteil an Strom aus Wind und Sonne funktionieren, wenn diese nur zeitweise Energie liefern? Daher braucht man Speicher für teilweise lange Zeit. Diese und andere Funktionen kann Power-to-Gas als Bindeglied zwischen dem Strom- und Gasnetz übernehmen.

Große Energiemengen lange Zeit einspeichern, für die verschiedensten Zwecke dann die eingespeicherte Strommengen im Gasnetz wieder ausspeichern, und damit auch die Sektoren Mobilität, Wärme neben dem Strombereich adressieren. Das geht mit dem vorhandenen Erdgasnetz und seinen riesigen Infrastrukturvorteilen wie großen Leitungsnetzen und Speichern.

Diese Gasnetze für das Problem der Speicherung von erneuerbaren Energien zu nutzen wird am Beispiel von konkreten Projekten erläutert.